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Amelie Dupuy-Cailloux
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In Kalelé (DRK) ist die Schmierlaus eine Plage…

Nicht nur unter Landraub von selbsternannten Diamantenschmugglern, sondern auch unter dem zerstörerischen Einfluss der weißen Schmierlaus Pseudococcus vibruni, leidet der 2000 m² Acker unserer Partner in der Demokratischen Republik Kongo.

Die Schmierlaus wurde erstmals 1973 auf dem afrikanischen Kontinent beschrieben, damals im Kongo Brazzaville und im Zaire (aktuelle Demokratischen Republik Kongo). Dieser Schädling verursacht beträchtliche Zerstörungen in afrikanischen Plantagen. Ursprünglich in den Süd-Amerikanischen Tropen beheimatet (Bolivien, Brasilien, Paraguay), hat sich dieses Insekt sehr schnell über 25 Länder in Afrika verbreitet, vor allem dort, wo Maniok angebaut wird. 

Die Schmierlaus vermehrt sich sehr schnell, da die Weibchen bis zu 500 Eier legen, die wiederum nur Weibchen produzieren. Diese unter Blattläusen verbreitete Form der Parthenogenese wird auch Thelytokie genannt (von altgriech. thelys = ‚weiblich‘ und tokos = ‚Geburt‘).

Die Schmierläuse sind stechend-saugend und an praktisch allen Teilen der Pflanzen anzutreffen. Sie ernähren sich vorwiegend von dem Pflanzensaft und verursachen Schäden auf Stängeln und Blättern. Die Photosynthese der befallenen Pflanze wird durch die Reduzierung der Blattoberfläche beeinträchtigt und schadet der Pflanze wiederum noch mehr. Manche Pflanzen hören nach dem Schmierlausbefall ganz auf zu wachsen. Unter natürlichen Bedingungen kann man vor allem während der langen Trockenzeit eine Vermehrung der Schmierläuse in Zentralafrika beobachten. Insbesondere plötzliche Veränderungen der klimatischen Bedingungen (Regenfall, Sonneneinstrahlung) vergünstigen ihre Ausbreitung.

Auf dem 2000 m² Acker unserer Partner in der Demokratischen Republik Kongo hat diese Plage zur Folge, dass die Mühen unserer Partner in Kalelé, der Bevölkerung Agrodiversität näher zu bringen, immer wieder durch den Befall der Pflanzen torpediert werden. Biologische Bekämpfung ist zwar möglich, braucht aber Zeit und wird von der örtlichen Inspektion der Landwirtschaft (Inspection Principale de l’agriculture, pêche et élevage de Tshikapa ) nicht unbedingt gewürdigt. So drohte schon im Monat Mai eine chemische Bekämpfung auf dem Feld…

 

 

 

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