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Zum Berlin

Abschluss der Regiowoche in Berlin

Ganz Berlin mit bio-regionalem Essen versorgen- geht das überhaupt oder ist das reines Wunschdenken? Dieser Frage haben sich die Akteure hinter der “Regiowoche” angenommen. Vom 1. bis 5. Oktober versorgten sie, in enger Kooperation mit Erzeuger*innen, Verarbeiter*innen und Köch*innen, über 277 Schulen in Berlin eine Woche lang mit regionalen und biologischen Essen. Damit haben sie deutlich gezeigt: Ja, bio-regionale Ernährung der Gemeinschaft ist möglich!
Auf der Abschlussveranstaltung am Freitag wurde die erfolgreiche Aktion noch einmal aufgegriffen und zukünftige Pläne zum Thema Ernährungssouveränität der Region Berlin – Brandenburg diskutiert. Mit Bauern, Köchen und Politikern wurde der Verlauf dieser Woche und der Ausblick für die Zukunft besprochen und anschaulich präsentiert.

In einer Sache waren sich alle Anwesenden einige: eine Regiowoche sollte es öfter geben! Es sollen langfristiger Versorgungs- und Speisepläne erstellt werden, damit die Bauern aus Brandenburg zuverlässig liefern können und die Zusammenarbeit leichter fällt.
Auch der Bildungsaspekt des Projektes wurde mehrfach angesprochen: Woher kommen unsere Lebensmittel eigentlich? Das sollte den Schüler*innen der kooperierenden Schulen diese Woche näher gebracht werden. „Essen ist nicht nur Nahrungsaufnahme, sondern Essen ist ein politischer Akt”, sagt Daniel Diehl, Vertreter von Slowfood und Mitorganisator der Regiowoche.

In Zukunft möchten die Organisatoren und Beteiligten weiterhin Regiowochen stattfinden lassen und die Idee dahinter fördern und weiterentwickeln.
Denn, dass es genug Agrarfläche gibt, um die Schulen und andere Gemeinschaftseinrichtungen wie Krankenhäuser und Altenheime in Berlin langfristig mit regionaler Nahrung zu beliefern, ist jetzt mehr als deutlich geworden. Man müsse aber mit Brandenburg zusammenarbeiten, die Kooperation zwischen Stadt und Land sei wichtig für Produzenten und Konsumenten und könne für beide Länder einen Vorteil bedeuten, fasste Ingo Zasada (ZALF) zusammen. Zasade stellte eine These vor, laut derer pro Berliner*in einen Flächenbedarf von 2800 bis 3100m² biologischer Anbaufläche anfällt.

Die Regiowoche war ein entscheidender Schritt in die richtige Richtung. Als eine Art Machbarkeitsstudie zeigt sie einen möglichen Weg auf, wie Politik und Landwirtschaft in Kooperation eine gesunde und nachhaltige Ernährung unserer Region erreichen können.

Möhreneintopf mit Brot

Insgesamt wurden in der Woche über 170.000 Gerichte in Umlauf gebracht, von denen auch wir am Ende eine leckere Möhrensuppe mit Vollkornbrot genießen durften. 

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