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Avocado das Superfood: warum so teuer?

Avocados sind ein großer Bestandteil von vielen bekannten Gerichten wie Sushi, Avocado Toast, Guacamole-Dip und vielen anderen beliebten Rezepten. Ebenfalls wird Avocado-Öl in der Produktion von Pflege- und Kosmetikprodukten angewandt, z.B. in Seifen und Cremes.

Aufgrund der steigenden Nachfrage nach Produkten aus Avocados und relativ niedrigem Angebot ist ihr Preis in den vergangenen Jahren um 129% aufgestiegen, was die Landwirte dazu veranlasst, mehr Avocados anzupflanzen, da sie ihren Gewinn steigern wollen.

Aber warum sind Avocados so beliebt? Und welche Konsequenzen hat deren Massenproduktion auf uns?

Avocados als vegane Nahrungsmittel

In den 1980er Jahren war die Avocado kein beliebtes Obst, weil viele die Meinung vertraten, dass Avocados nicht gesund seien, da sie zu viel Fett enthielten. Die Avocado enthält tatsächlich sowohl viele ungesättigte Fettsäuren, als auch viele Vitamine und Mineralstoffe und wird daher von Ärzten und Ärztinnen und Ernährungsberater*innen sehr empfohlen. Wegen ihres guten Geschmacks und hoher Nährstoffdichte essen viele Leute, besonders Veganer*innen, gerne Avocados.  Abgesehen davon steigt der Konsum von Avocados ständig an, obwohl es viele umweltfreundlichere Alternativen für Avocados gibt, wie zu Beispiel Nüsse und Oliven.

Folgen des Anbaus von Avocados

Der Anbau von Avocados ist nicht nur zeitaufwendig, sondern auch ressourcenaufwendig. Die Avocado verschlingt jede Menge wertvolle Ressourcen, wie Wasser, Land, Pestizide und benötigt gute Infrastrukturen. Im Vergleich zu anderem Obst und Gemüse wie Nüsse oder Oliven, die fast die gleichen Nährwerte wie Avocados haben, ist der Anbau von Avocados teurer.

Demzufolge hat diese ineffiziente Anbauweise, negativen Einfluss auf die Landwirtschaft, Gesellschaft, Wirtschaft und Umwelt, da die verfügbaren Ressourcen suboptimal ausgenutzt sind. Manche Länder wie die größten Anbau- und Exportländer von Avocados, wie Südafrika und Mexiko, sind deutlich mehr betroffen als andere.

Anbauland: Mexiko

In Mexiko werden Wälder illegal abgeholzt, um mehr Ackerfläche für den Anbau von Avocados zu schaffen.

Pro Jahr werden 1500 bis 4000 Hektar Wald gerodet, um Platz für Avocado-Felder zu schaffen

Jaime Navia, von der mexikanischen Organisation Gira

Auf diese Weise werden nicht nur Wälder zerstört, sondern auch ganze Ökosysteme. Der Verlust von Bäumen und anderer Vegetation kann zu Klimawandel, Wüstenbildung, Bodenerosion, weniger Ernten, erhöhten Treibhausgasen in der Atmosphäre und einer Vielzahl von Problemen für einheimische Tiere führen und je mehr Wälder abgeholzt werden, desto größer sind solche Folgen.

Anbauland: Südafrika

In Südafrika, wo Wasser ein extrem knappes Gut ist, werden Avocados trotz ihres hohen Wasserverbrauchs angepflanzt.  In dem Fall hätte das Wasser, mit dem die Avocados Plantagen gegossen werden, von den Menschen, die es am dringendsten benötigen, als Trinkwasser verwendet werden können. Weiterhin leiden die Bewohner*innen solcher Länder unter verschmutztem Trinkwasser wegen des Einsatzes von Pestiziden in den Avocado-Monokulturen.

Mögliche Lösung

Abschließend ist die Produktion von Avocados in großen Massen ressourcenmäßig und folgenmäßig ineffizient und ihre Produktion hat negative Konsequenzen auf verschiedenen Ebenen. Dementsprechend wäre es besser, wenn alle Kosten in dem Preis internalisiert werden. Der Preis für den Endverbraucher sollte weiter steigern, um die Umweltschäden, die durch die Produktion von Avocados verursacht werden, auszugleichen. Je höher der Preis wird desto weniger Leute werden das Produkt kaufen, wodurch die Auswirkungen auf die Umwelt reduziert werden können.

Zum nach- und weiterlesen:

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