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Magdalena
Zum Berlin

Zum ersten Mal in Europa – unser ASA Praktikant erzählt von seinen Erlebnissen

Ich heiße Sagar und komme aus Navdanya in Indien. Im Rahmen des ASA-Praktikums bei der Zukunftsstiftung Landwirtschaft habe ich von April bis Juni drei Monate in Berlin verbracht. Das war meine erste Erfahrung im Ausland und es war wirklich schwierig die kulturellen Unterschiede zu akzeptieren, aber nach einiger Zeit konnte ich mich daran gewöhnen.

Die Arbeitskultur, die ich hier in Deutschland beobachtet habe, ist von einem individuellen Stil geprägt. Jeder weiß, was seine Aufgabe ist und wie man sie angeht. Gleichzeitig vereinen sich all diese Aufgaben zu einem ganzheitlichen Ansatz in der Teamarbeit. Durch regelmäßige Treffen wird die gesamte Arbeit übersichtlich geplant und verteilt.

In den letzten drei Monaten haben wir als vierköpfiges Team auf dem 2000m² großen Feld gearbeitet. Nebenbei konnten wir einige Schulen für den internationalen Austausch zwischen Klassen aus Deutschland und Indien gewinnen. Wir haben erfolgreich einige Videobotschaften von den Schülern aufgenommen, die in den teilnehmenden Schulen aus Indien verbreitet werden. Wir hoffen, dass sich der Zyklus fortsetzt und versuchen eine langfristige Beziehung aufzubauen.

Abgesehen davon bereiste ich Orte in Europa. Am besten hat mir Genf gefallen. Was das Essen anbelangt, war es etwas schwierig, sich an all die salzigen Gerichte zu gewöhnen, denn ich komme aus einem Umfeld, in dem wir viele verschiedene Arten von Gewürzen verwenden. Am Ende habe ich begonnen, es immer mehr zu mögen. Ich werde definitiv den Käse vermissen. In den letzten Wochen habe ich so viel Käse wie noch nie gegessen. 

Nun zu meinen Erfahrungen in Berlin: die Stadt ist großartig, es gibt so viele Parks und so viele Veranstaltungen, die jeden Tag stattfinden. Zum Glück war dieser Frühling in Berlin wirklich toll, das habe ich von vielen Leuten aus Deutschland gehört.

Auch von der Landwirtschaft in Deutschland nehme ich wichtige Erfahrungen mit nach Hause. Ich habe gelernt, wie man das Feld mit einem Minitraktor pflügt und die Bedeutung der Graspflanzen, die die Bodenstruktur und Gesundheit verbessern können. Auf dem Weltacker habe ich mehr Verständnis für den Nahrungsmittelverbrauch und die Landnutzung bekommen.

Text von Sagar 

 

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