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Pflanze der Woche: Reis

Unser Reisfeld, oder wie Gerd immer sagte: „Das wohl nördlichste Reisfeld der Welt.“

Der Reis ist die wichtigste Kulturpflanze der Menschheit und das obwohl er der Ackerfläche nach nur auf Platz 3 liegt. Ein Fünftel aller weltweit aufgenommenen Kalorien stammen vom Reis. Er ist das Grundnahrungsmittel in weiten Teilen Asiens und Afrikas.

Zwei Arten der Gattung Oryza wurden vom Menschen domestiziert. Oryza sativa wurde im Jangtze Tal vor etwa 9000 Jahren im heutigen China in Kultur genommen. Die Wildform ist der Oryza rufipogon, Roter oder Wildreis. Diese Wildform des Reis wird heute nicht mehr als lästiges Unkraut angesehen, sondern vielmehr als wertvolle Zuchtreserve.

Die zweite in Kultur genommene Art ist der Oryza glaberrima. Er wurde vor mindestens 3000 Jahren im Niger Binnendelta domestiziert und wird heute vor allem in Westafrika angebaut.

Für den Reis existieren eine Unmenge von Sorten, die an die jeweiligen Anbaumethoden angepasst sind. Reis wird sowohl bewässert als auch als Trockenreis angebaut.

Der Anbau von bewässertem Reis ist eine wichtige Quelle von klimaschädlichen Gasen wie Methan und Lachgas. 30% aller Methanemissionen Chinas und 35% aller Methanemissionen Indiens stammen aus dem Reisanbau. Forscher auf der ganzen Welt arbeiten an Anbaumethoden, die diese Emissionen senken sollen. So wird beispielsweise erforscht, ob die Kombination von nur zeitweiliger Bewässerung und folgendem Abtrocknen den Methanausstoß senken kann. Der Anteil des Lachgases an den Klimagasen, die beim Anbau des Reis frei werden, ist fast ausschließlich Folge der Anwendung von Stickstoffdüngern zurückzuführen. Hier kann wohl nur eine Senkung des Eintrags an Stickstoff helfen.

Auf dem Weltacker wird die Sorte Arborio Bianco angebaut. Flächenmäßig liegt der Reis bei uns auf Platz 3 und steht auf 178 m². Ausgepflanzt wird er von uns Ende Mai oder Anfang Juni.

Bei der Reispflanzung

Wissenswertes findet ihr auch in unserem Beitrag zur Ackerkultur Reis:

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