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Zum Pflanze der Woche

Pflanze der Woche: Ringelblume

(Foto von webentwicklerin auf Pixabay)

Sonnengelbe und orangene Blüten schmücken von Juni bis Oktober den Garten. Die Ringelblume (Calendula officinalis) wird seit Jahrhunderten in Gärten kultiviert. Ursprünglich kommt diese Pflanze vermutlich aus dem Mittelmeerraum.

Die Ringelblume gehört zu den Korbblütern (Asteraceae). Was gemeinhin als „Blüte“ bezeichnet wird, ist eigentlich ein Korb, gefüllt mit vielen Blüten. Mittig im Korb befinden sich die sogenannten Röhrenblüten. Außen darum herum sind die Zungenblüten angeordnet. Diese werden oft als „Blütenblätter“ wahrgenommen.

Aus den einzelnen Zungenblüten entwickelt sich die sichelförmigen Früchte. Von der starken Krümmung hat die Pflanze ihren deutschen Namen: Ringelblume. Die Früchte können sich im Fell von Tieren verhaken und werden so verbreitet. Andere Samen können auch vom Wind oder von Ameisen transportiert werden.

Besonders einprägsame Optik: die Samen (Foto von klaber auf Pixabay)

Die gelb bis orange blühenden Blumen sind in Deutschland nicht heimisch. In unseren Gärten fühlen sie sich zwar wohl und samen sich auch oft selbst aus. In der freien Natur haben sie jedoch bisher nicht Fuß gefasst, ihre Vorkommen verschwinden dort nach wenigen Jahren wieder.

In der traditionellen Medizin wird die Ringelblume auch als Heilpflanze verwendet. Ihr werden vor allem positive Wirkungen für die Haut zugeschrieben. So soll sie wundheilend und antiseptisch wirken und auch bei Ausschlägen und Furunkeln helfen. Doch auch bei Magen-Darm-Beschwerden soll sie helfen, wenn sie innerlich angewendet wird.

Die Heilwirkungen entstehen durch die pharmazeutisch bedeutsamen Inhaltsstoffe der Ringelblume: Flavonoide (Blütenfarbstoffe), Saponine (Abwehrstoffe gegen Schädlinge) und Carotine (orangefarbener Farbstoff). Auch ätherische Öle und gesunde Fettsäuren sind enthalten.

Besonders für ihr wertvolles Öl geschätzt (Foto von silviarita auf Pixabay)

Die Ringelblume wird seit Jahrhunderten in Mitteleuropa kultiviert. Besonders ihre medizinische Nutzung machte sie für den Menschen attraktiv. Schon im 14. Jahrhundert beschrieb die Heilkundlerin Hildegard von Bingen die „Ringula“ als Heilpflanze zur äußeren und inneren Anwendung beschrieben. Heute werden Ringelblumen vor allem in Deutschland und den Niederlanden angebaut. Dabei produziert ein Hektar 0,9-1,5 Tonnen Blüten im Jahr. Die Ernte wird hauptsächlich zu Cremes und naturheilkundlichen Medikamenten verarbeitet. Ein Teil wird auch in Tees verwendet, denen er eine schöne goldgelbe Farbe verleiht.

Auch die Biene fühlt sich hier sichtlich wohl (Foto von Unverdrossen auf Pixabay)

Doch auch in Gärten werden oft Ringelblumen gepflanzt. Sie sehen nicht nur schön aus, sie vertreiben auch Schnecken und andere Schädlinge, lockern den Boden auf und halten ihn frei von schädlichen Würmern. So ist die Ringelblume eine wertvolle und attraktive Ergänzung im Gemüsebeet. Und essbar ist sie auch noch. Die Blütenköpfe verleihen zum Beispiel Salaten eine bunte und würzige Note.

Schon gewusst? Der wissenschaftliche Name der Ringelblume ist Calendula. Der Begriff stammt vom lateinischen „Kalendae“, dem ersten Tag eines Monats. Der Name bezieht sich auf die lange Blühzeit von Ringelblumen, die bis zu 5 Monate dauern kann.