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Jakob Häusler

Pflanze der Woche: Yams

Die Yamswurzel, eine Gattung in der Familie der Dioscoreaceae, ist eine vorwiegend in tropischen Gefilden verbreitete Pflanze. Es gibt ungefähr 800 Arten der Yamswurzel, manche von diesen werden zu Ernährungszwecken eingesetzt, andere dienen als Heilpflanzen. Die verschieden Arten können sich optisch stark voneinander unterscheiden.

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Das Hauptanbaugebiet der Yamswurzel ist Westafrika, rund 65 Prozent der jährlichen, weltweiten Yamsernte stammt aus Nigeria. Auch in Ghana und der Elfenbeinküste wird die Yamswurzel stetig angebaut, wobei diese beiden Länder, auch addiert, nur etwa ein Drittel des nigerianischen Ertrages vorzuweisen haben. Obwohl der Yamsanbau vor allem in Afrika stattfindet, spielt die Pflanze auch in anderen Teilen der Welt eine Rolle. So beispielsweise in einem der Ursprungsgebiete der Pflanze, Asien, besonders in den Ländern Japan und China.
Falls du dich fragst, warum Yams teilweise als „Frauenpflanze“ bezeichnet wird und welche Wege Möglichkeiten es gibt die Wurzel kulinarisch in Szene zu setzen, dann ist dieser Artikel etwas für dich.

Yams dient in verschiedenen Kulturen als Heilpflanze: Schon bei den indigenen Stämmen in Amerika wurde die Yamswurzel als eine Art Verhütungsmittel eingesetzt. Diese Praxis setzte sich auch in der modernen Gesellschaft durch, in den Vierzigerjahren des 20. Jahrhunderts wurde Yams als Vorlage für die erste „Pille“ genommen. Mittlerweile ist diese Anwendung der Yamswurzel aber wieder irrelevant geworden, da die Wirksamkeit der Yamswurzel zu Verhütungszwecken als stark umstritten gilt.
Die chinesische Medizin hingegen hat anderes mit der Yamswurzel vor: Dort betrachtet man Yams als Mittel gegen einen zu hohen Östrogenspiegel bei Frauen, der gegebenenfalls das weibliche Geschlechtshormon Progesteron unterdrückt. Durch das Einnehmen der Yamswurzel kann man also beispielsweise Leiden wie Zyklusstörungen bekämpfen, sofern diese im Östrogenspiegel begründet sind. In der chinesischen Medizin wird Yams nicht als Verhütungsmittel betrachtet, sondern als eines das die Wahrscheinlichkeit erfolgreicher Fortpflanzung erhöht, was paradox scheint ist die Yamswurzel in anderen Kulturen doch ein Verhütungsmittel.
Unabhängig von der chinesischen Medizin, wird Yams oftmals von Schwangeren verzehrt da die Wurzel Übelkeit vorbeugen kann.
Mittlerweile dürfte klar sein, dass der Grund für den Spitznamen der Yamswurzel „Frauenpflanze“ in ihrer Nutzung als Heilpflanze liegt. Genutzt wird Yams nämlich, wenig überraschend, von Frauen. Beliebt ist die Einnahme als Kapsel, es gibt allerdings auch Cremes.

Neben der Nutzung als Heilpflanze wird die Yamswurzel, wie bereits erwähnt, auch als Nahrungsmittel eingesetzt. Die Konsistenz der Wurzel wird oftmals mit der von Kartoffeln verglichen und der Geschmack der Yamswurzel mit Süßkartoffeln, wobei grade der Geschmack stark von der Art abhängt. Eine Sache die vor dem Verzehr von Yams unbedingt beachtet werden sollte ist die Zubereitung. Im rohen Zustand ist die Yamswurzel giftig, daher wird empfohlen diese für zehn bis zwanzig Minuten in Salzwasser zu kochen. Selbstverständlich lassen sich die großen Yamswurzeln auch in Stücke schneiden und in dieser Form kochen.
Im nächsten Schritt lässt sich die Yamswurzel, aufgrund ihrer geschmacklichen Anpassungsfähigkeit, bestens zu einem Curry, zu Püree oder sogar zu Pommes-Frites verarbeiten.

Yams ist also eine äußerst vielseitige Pflanze, die hier in Deutschland übrigens im Bioladen erhältlich ist.