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Pflanze der Woche: Zuckermelone

(Foto von PatriciaMaine auf Pixabay)

Die Zuckermelone (Cucumis melo) ist eine einjährge Pflanze und eine Art aus der Gattung der Gurke, welche wiederum aus der Familie der Kürbisgewächse stammt. Bei Betrachtung der Melone wird diese Verwandtschaft auch schnell ersichtlich. Auch sie besitzen die langen rankenden Triebe, welche mehrere Meter lang werden können! Dennoch gibt es Unterschiede, wie beispielsweise die weichere Behaarung im direkten Vergleich zur Gurke.

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen der Wasser- und Zuckermelonen, denn tatsächlich ist die Zuckermelone sogar der Gurke näher als ihrem Namensvetter, was vielen Menschen trotz der Unverwechselbarkeit nicht bekannt ist. Unter der Bezeichnung der Zuckermelone lassen sich außerdem drei größere Gruppen ausmachen, das sind die Wintermelone, die Netzmelone und die Cantaloupe-Melone. Sie weisen optisch jeweils unterschiedliche Merkmale auf. So ist die Wintermelone von glatter Oberfläche, die Netzmelone ganz dem Namen nach netzartig aufgebaut und die Cantaloupe-Melone wird als warzig-wulstig beschrieben. Das Fruchtfleisch variiert ebenso. Es kann grün-gelblich, orange, weißlich oder pink ausfallen. Die darin enthaltenen Samen sind länglich und flach.

Um die Herkunft der Zuckermelone wird etwas gerätselt. Funde belegen, dass die Domestizierung um 3500 v. Chr. erfolgt sein muss. Unklar ist hier, ob diese zuerst in Afrika oder Süd-Ost-Asien stattfand. Im europäischen Raum ist Griechenland als das erste Land bekannt, in dem die Zuckermelone Einzug fand, hier stammen die ältesten Funde aus der Zeit von 1400-900 v. Chr. Genutzt wurden Saft und Samen der Kultur gerne in Arzneimitteln. Interessant ist außerdem, dass es drei Wortwurzeln für die Bezeichnung der Zuckermelone in den europäischen Sprachen gibt, woraus sich schlussfolgern lässt, dass die Einführung der Kultur in den jeweiligen Ländern unabhängig voneinander stattfand.

Auch wenn Deutschland nicht das natürliche Habitat der Zuckermelone ist, ist ein Anbau hierzulande nicht unmöglich. Der Freilandanbau ist wenn überhaupt zwar nur in warmen und milden Regionen wie dem südlichen Rheintal, im Kraichgau oder in der Pfalz empfehlenswert, aber gegen einen Anbau im Gewächshaus spricht nichts. Die bevorzugten Temperaturen von 25-35 Grad Celsius sind eine Herausforderung, aber solange sie nicht unter 12 Grad Celsius fallen, kann die Pflanze sich normalerweise gut entwickeln. Ansonsten ist ein sonniger windgeschützter Ort mit ausreichend Platz für das Wachstum ideal. Diese Bedingungen herrschen vor allem im (sub)tropischen Raum vor, wo heute der Großteil der Ernte herkommt. Als Hauptanbauländer gelten China, die Türkei und die USA. Als größter europäischer Vertreter des Melonenanbaus gilt Spanien, gefolgt von Rumänien, Italien und Frankreich. 2003 wurden in Deutschland auf gerade einmal 70 Hektar Melonen angebaut.

Da die Zuckermelone sehr unterschiedliche Sorten umfasst, kann man sie in vielfacher Weise genießen. Viele enthalten vergleichsweise hohe Mengen an Vitamin A und C sowie Zink und Lithium. Die süßeren darunter werden gerne als Dessert verspeist, während andere als klassisches Gemüse wie die Gurke auf den Tisch kommen. Gerade in Indien ist die Verwendung ähnlich der der Gurke sehr gängig.

Fun-Facts:

– Bäbenen, Beben, Befe, Biboz, Melaun – All das sind bekannte deutschsprachige Trivialnamen für die Zuckermelone.

– Wer gerne einmal den Vergleich zwischen Kürbis und Melone durchführen möchte, sollte nicht zögern, uns einmal einen Besuch abzustatten. Auf unserem Weltacker findet ihr beide Kulturen bei dem Gemüse, direkt nebeneinder.


Wir haben auch einen Beitrag zur Wassermelone: