{"id":21,"count":1,"description":"Auf dem Weltacker betr\u00e4gt der Gr\u00fcnfutteranteil 174 m\u00b2 (8,7%). Gr\u00fcnfutter ist \u00fcblicherweise die Bezeichnung f\u00fcr Pflanzen wie Gr\u00e4ser, Luzerne oder Klee, die als Futter angebaut oder wie R\u00fcbenbl\u00e4tter als Pflanzenteile f\u00fcr Futter \u00fcbrigbleiben. Die Futterpflanzen werden oft vor dem Abschluss ihres Wachstums geerntet und \u2013 im Gegensatz zum Heu \u2013 in frischem Zustand oder als Silage an landwirtschaftliche Nutztiere verf\u00fcttert.\r\n<h2>Tempor\u00e4res Gr\u00fcnland<\/h2>\r\nGr\u00fcnfutterfl\u00e4chen werden auch als tempor\u00e4res Gr\u00fcnland bezeichnet, da Gr\u00e4ser und Leguminosen angebaut werden, die auch auf Wiesen und Weiden vorkommen k\u00f6nnen. Im Unterschied zum reinen Grasland ist Gr\u00fcnland jedoch Teil der verf\u00fcgbaren Ackerfl\u00e4che und wird nach einem bis f\u00fcnf Jahren durch andere Ackerkulturen abgel\u00f6st. Meist werden diese Pflanzen in der Praxis als Mischungen angebaut. Gr\u00fcnfutter \u2013 insbesondere Kleegras \u2013 spielt eine besondere Rolle im \u00f6kologischen Landbau: Kleegras fixiert Stickstoff, unterdr\u00fcckt Ackerbeikr\u00e4uter und verbessert die Bodenfruchtbarkeit.\r\n\r\n[gallery ids=\"11133,11121,11117\"]\r\n<h2>Gr\u00fcnfutter f\u00fcr die Tierhaltung<\/h2>\r\nHauptaspekt f\u00fcr den Anbau von Gr\u00fcnfutter ist die Ern\u00e4hrung von Wiederk\u00e4uern, die als Nutztiere gehalten werden \u2013 Rinder, Ziegen und Schafe. Wiederk\u00e4uer sind auch Hirsche, Rehe und Elche, sowie Antilopen und Giraffen. Sie alle haben vier Magenkammern, in denen sie die schwer verdauliche Nahrung in Etappen verarbeiten. Dabei wird der vorverdaute Nahrungsbrei hochgew\u00fcrgt, nochmals zerkaut und erneut verschluckt, ehe er endg\u00fcltig verdaut wird. Mikroorganismen weichen dabei den Nahrungsbrei auf und k\u00f6nnen auch Stoffe wie Zellulose aufschlie\u00dfen und energetisch verwerten, die f\u00fcr andere Tierarten und den Menschen unverdaulich sind. Die bei dieser Fermentation freiwerdenden Gase wie Kohlendioxid und Methan lassen die Tiere durch R\u00fclpsen entweichen. Am Ende werden Fette und Eiwei\u00dfe durch k\u00f6rpereigene Enzyme verdaut.\r\n\r\nRinder z\u00e4hlen zu den wichtigsten Nutztieren des Menschen. Sie sind urspr\u00fcnglich Steppentiere, die vor allem Gras fressen. Bei einer reinen Vollweide-F\u00fctterung kann eine Kuh im Mai und Juni in Mitteleuropa 18 bis 20 Liter Milch am Tag geben. Die Milchmenge von Hochleistungs-K\u00fchen ist etwa doppelt so hoch. Um diese Leistung aus den K\u00fchen herausholen zu k\u00f6nnen, ben\u00f6tigen sie Kraftfutter \u2013 auf der Weide w\u00fcrden diese Z\u00fcchtungen verhungern. Dabei zieht die Ern\u00e4hrung mit Kraftfutter eine geringere Milchqualit\u00e4t nach sich, denn Milch von K\u00fchen, die vorrangig Gras, Heu und Grassilage fressen, enth\u00e4lt mehr Omega-3-Fetts\u00e4uren. Milch aus Weidehaltung weist im Sommer einen Omega-3-Wert von mindestens 1,0 Gramm pro 100 Gramm Milch auf. Der Wert bei Milch aus Stallhaltung mit hohem Anteil an Maissilage und Kraftfutter liegt bei etwa der H\u00e4lfte.\r\n\r\nAngesichts der Tatsache, dass global nur etwas \u00fcber 40 Prozent der Ernte der wichtigsten Feldpflanzen direkt f\u00fcr die menschliche Ern\u00e4hrung genutzt werden, liegt das gro\u00dfe Potenzial f\u00fcr die Ern\u00e4hrung von K\u00fchen, Schafen und Ziegen auf der Bewirtschaftung von Weiden und Wiesen.\r\n<h2>Gr\u00fcnfutter und Grasland f\u00fcr den Klimaschutz<\/h2>\r\n\u00d6kologisch f\u00fchrt der hohe Anbau von Kraftfutter zur Zerst\u00f6rung von Regenwald, bedroht wertvolle \u00d6kosysteme (darunter auch Wiesen und Weiden) und die Artenvielfalt in Flora und Fauna. Im Gegensatz zum Acker bietet die Weide mehr Nahrung und Lebensraum f\u00fcr Insekten und V\u00f6gel.\u00a0Selbst auf Gr\u00fcnlandfl\u00e4chen wie Klee- und Luzernefeldern ist die Artenvielfalt mit bis zu 1600 Insektenarten h\u00f6her als auf Ackerfl\u00e4chen mit Kraftfutterkulturen.\r\n\r\nAu\u00dferdem werden durch die Anreicherung organischer Substanz im Boden j\u00e4hrlich fast 19 Tonnen je Hektar an Kohlenstoff gebunden. An dieser Anreicherung sind zum einen die Gr\u00e4ser mit ihrer Wurzelmasse beteiligt \u2013 zum anderen Leguminosen wie Rotklee und Luzerne, die in der Lage sind, \u00fcber eine Symbiose mit Bodenbakterien, Luftstickstoff zu binden und in einer pflanzenverf\u00fcgbaren Form zu speichern. Ein h\u00f6herer Anteil solcher Futtergemenge auf den \u00c4ckern der Welt k\u00f6nnte den Einsatz von synthetischen Stickstoffd\u00fcngern drastisch reduzieren. Dies wiederum w\u00fcrde zu einer Verbesserung der Ernteertr\u00e4ge auf nat\u00fcrliche Weise f\u00fchren, ohne den heute \u00fcblichen Input an Kunstd\u00fcngern und Pestiziden und dem damit verbundenen Energieaufwand. Leider liegt der Schwerpunkt des Gr\u00fcnfutteranbaus laut FAO-Statistik derzeit auf den Gr\u00e4sern und nicht auf den Leguminosen.\r\n\r\nDie Anreicherung mit organischer Substanz dient weiterhin dazu, die Bodenfruchtbarkeit dauerhaft zu erhalten bzw. die B\u00f6den vor der Auslaugung durch langj\u00e4hrige Bearbeitung mit Kunstd\u00fcngern zu bewahren. Den im Boden stattfindenden Abbauprozessen organischer Substanz zur Ern\u00e4hrung der Pflanzen folgt der Wiederaufbau der Humusschicht durch die Einarbeitung von Pflanzenresten und das Mulchen mit dem abgem\u00e4hten Gras als D\u00fcnger f\u00fcr andere Ackerkulturen. Landwirtschaftliche Betriebe mit Tierhaltung schlie\u00dfen den Kreislauf durch die Nutzung der oberirdischen Pflanzenmasse als Futter und den anfallenden Stallmist als D\u00fcnger.\r\n<h2>Quellen<\/h2>\r\nBiosph\u00e4renreservat Bliesgau: <a href=\"https:\/\/www.biosphaere-bliesgau.eu\/erleben-geniessen\/auf-eigene-faust\/lehrpfade\/bliesgau-weltacker\/gruenfutter\">Gr\u00fcnfutter<\/a>\r\nHochschule f\u00fcr Wirtschaft und Umwelt N\u00fcrtingen-Geislingen: <a href=\"https:\/\/www.hfwu.de\/fileadmin\/user_upload\/FAVM\/FAVM\/Weltacker_2023-06-06.pdf\">Weltacker 2023<\/a>\r\nGreenpeace: <a href=\"https:\/\/www.greenpeace.de\/biodiversitaet\/landwirtschaft\/tierhaltung\/bessere-milchqualitaet-dank-gruenfutter\">Bessere Milchqualit\u00e4t dank Gr\u00fcnfutter<\/a>","link":"https:\/\/www.2000m2.eu\/de\/kulturen\/gruenfutter\/","name":"Gr\u00fcnfutter","slug":"gruenfutter","taxonomy":"crops","parent":0,"meta":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v27.6 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Gr\u00fcnfutter - 2000m2<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.2000m2.eu\/de\/kulturen\/gruenfutter\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Gr\u00fcnfutter - 2000m2\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Auf dem Weltacker betr\u00e4gt der Gr\u00fcnfutteranteil 174 m\u00b2 (8,7%). 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Quellen Biosph\u00e4renreservat Bliesgau: Gr\u00fcnfutter Hochschule f\u00fcr Wirtschaft und Umwelt N\u00fcrtingen-Geislingen: Weltacker 2023 Greenpeace: Bessere Milchqualit\u00e4t dank Gr\u00fcnfutter\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/www.2000m2.eu\/de\/kulturen\/gruenfutter\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"2000m2\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\\\/\\\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"CollectionPage\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.2000m2.eu\\\/de\\\/kulturen\\\/gruenfutter\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.2000m2.eu\\\/de\\\/kulturen\\\/gruenfutter\\\/\",\"name\":\"Gr\u00fcnfutter - 2000m2\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.2000m2.eu\\\/de\\\/#website\"},\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.2000m2.eu\\\/de\\\/kulturen\\\/gruenfutter\\\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.2000m2.eu\\\/de\\\/kulturen\\\/gruenfutter\\\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Home\",\"item\":\"https:\\\/\\\/www.2000m2.eu\\\/de\\\/startseite\\\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Gr\u00fcnfutter\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.2000m2.eu\\\/de\\\/#website\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.2000m2.eu\\\/de\\\/\",\"name\":\"2000m2\",\"description\":\"\",\"publisher\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.2000m2.eu\\\/de\\\/#organization\"},\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\\\/\\\/www.2000m2.eu\\\/de\\\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":{\"@type\":\"PropertyValueSpecification\",\"valueRequired\":true,\"valueName\":\"search_term_string\"}}],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"Organization\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.2000m2.eu\\\/de\\\/#organization\",\"name\":\"2000m2\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.2000m2.eu\\\/de\\\/\",\"logo\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.2000m2.eu\\\/de\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\",\"url\":\"https:\\\/\\\/www.2000m2.eu\\\/wp-content\\\/uploads\\\/logo.png\",\"contentUrl\":\"https:\\\/\\\/www.2000m2.eu\\\/wp-content\\\/uploads\\\/logo.png\",\"width\":445,\"height\":140,\"caption\":\"2000m2\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\\\/\\\/www.2000m2.eu\\\/de\\\/#\\\/schema\\\/logo\\\/image\\\/\"}}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Gr\u00fcnfutter - 2000m2","robots":{"index":"index","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"canonical":"https:\/\/www.2000m2.eu\/de\/kulturen\/gruenfutter\/","og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Gr\u00fcnfutter - 2000m2","og_description":"Auf dem Weltacker betr\u00e4gt der Gr\u00fcnfutteranteil 174 m\u00b2 (8,7%). 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