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Amelie Dupuy-Cailloux

Die dunkle Seite der Schokolade

Freitag, den 4. August, 17 Uhr (TAZ Café)

 

Schokolade ist der Inbegriff des Genussmittels. Ob Weihnachtsmann, Osterhase, Geburtstagstorte oder Eis am Stiel, Schokolade ist immer ein fester Bestandteil jegliches kindlichen Vergnügens. Ganz anders jedoch, sieht es in den Herkunftsländern der Kakaobohne aus. Dort ist immer noch missbräuchliche Kinderarbeit zu beobachten, da Eltern für ihre Kinder oft keine Alternative sehen.

Die Filme „Schmutzige Schokolade“ I und II, über Kindersklaven in Kakaoplantagen rüttelten 2010 und 2013 viele auf. Die Kampagne „Make Chocolate fair!“ erreichte 2015 erste Zusagen der Europäischen Schokoladenindustrie.  Seit 1989 erkennen die Vertragsstaaten der UN-Kinderrechtskonvention das Recht des Kindes an, “vor wirtschaftlicher Ausbeutung geschützt und nicht zu einer Arbeit herangezogen zu werden, die Gefahren mit sich bringen, die Erziehung des Kindes behindern oder die Gesundheit des Kindes oder seine körperliche, geistige, seelische, sittliche oder soziale Entwicklung schädigen könnte.”

Wo stehen wir jetzt?

70% der weltweit 4,5 Millionen Tonnen Kakao stammen aus der Elfenbeinküste und Ghana, Nigeria und Kamerun. Im April 2017 senkte die Elfenbeinküste die Garantiepreise für Kakao um 30 Prozent. NGOs befürchten, dass durch die Kakaopreiskrise die missbräuchliche Kinderarbeit in der Elfenbeinküste weiter zunimmt, weil kein Geld mehr da ist, um Arbeiter*innen anzustellen. Bereits vor der Krise lag das Pro-Kopf-Einkommen der Kakaobauern in Westafrika unter einem 1 US-Dollar pro Tag und damit unterhalb der international definierten Armutsgrenze.

Foto kindly provided by Miki Mistrati

 

Ablauf am 04.August 2017
17:00 Einlass TAZ café (Rudi-Dutschke-Str. 23, Berlin)
17:30 Begrüßung und Einführende Statements (je 15 Minuten)
18:00 Diskussion  Bahn|Mistrati (60 Minuten)
19:00 Diskussion mit dem Publikum
19:30 Schlussworte
20:00 Offenes Ende

The Dark side of Chocolate – Schmutzige Schokolade