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Kein Mäusegift in der Landwirtschaft!

Maus

Hier wohnt unsere Feldmaus auf dem Weltacker

Nur wo es wuselt und brummt ist die Erde gesund und fruchtbar! Wenn unsere 2000 m2 gut in Schuss sind, herrscht reichlich Leben in der Bude: Billiarden von Mikroorganismen leben hier, Milliarden Pilze, Algen und Einzeller, Millionen Faden- und Borstenwürmer, Springschwänze und Milben. Es könnten sogar knapp eine Million Tausendfüßler und Käfer sein und zigtausende Ameisen, Asseln, Spinnen und natürlich Regenwürmer – die wahren Könige des Bodens. Von ihnen leben dann Maulwürfe, Mäuse und Vögel. Die Mäuse wiederum stehen auf der Speisekarte von Greifvögeln, Füchsen und Mardern.

Zum 1. September 2015 wurde vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) die Erlaubnis erteilt in Hessen, Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen das Mäusegift Chlorphacinon auf landwirtschaftlichen Flächen offen auszustreuen. Die „Notfallzulassung“ wurde mit Ernteausfällen begründet.

Im Rahmen einer Petition fordert der Wildtierschutz Deutschland e.V. nun:
• … das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) auf, die Erlaubnis zum Einsatz von Chlorphacinon unverzüglich zurückzunehmen.
• … die Landwirtschafts- bzw. Umweltministerien der Länder auf, den Einsatz des Mäusegifts in der Landwirtschaft unverzüglich zu unterbinden.
• … die Landwirtschafts- bzw. Umweltministerien der Länder auf, „giftfreie“ Strategien gegen die Entwicklung von zyklisch hohen Mäusebeständen zu erarbeiten.

Die Begründung: Das hochgiftige Pestizid Chlorphacinon vergiftet auch Hunde und Katzen und geschützte Arten wie Feldhamster, Igel, Bussarde, Milane und Eulen. Das Pestizid mit dem Wirkstoff Chlorphacinon ist in der EU seit 2007 wegen seiner hohen Toxizität und der damit verbundenen Gefahren für die Tierwelt verboten. In den Jahren 2012 und 2013 sind solche Maßnahmen bereits genehmigt gewesen, der Notfall scheint somit eher zur Regel zu werden, denn erhöhte Feldmäusepopulationen gibt es etwa alle drei bis fünf Jahre.

Nicht nur Mäuse sind Opfer dieses Giftes, auch Feldhamster oder Igel nehmen das Gift direkt auf. Alle Tiere, die in der Nahrungskette höher stehen, wie zum Beispiel Greifvögel, Füchse, Marder, auch unsere Haustiere Katzen und Hunde, nehmen das Gift indirekt auf und können sich so vergiften. Entsprechende Studien aus Großbritannien, Schottland, Dänemark und Deutschland liegen uns dazu vor. Durch die Aufnahme von Chlorphacinon wird die Blutgerinnung gehemmt, die Tiere verbluten innerlich. Die Wirkung tritt erst einige Tage nach Aufnahme des Giftes ein.

Dabei wäre all dies möglicherweise nicht nötig, würde man zum einen weniger Pflanzengift in der Landwirtschaft einsetzen, die Felder regelmäßig pflügen, strukturgebende Hecken zulassen, die natürlichen Feinde der Mäuse nicht jagen (jedes Jahr werden über 500.000 Füchse und Marderartige durch Jäger getötet) und insbesondere Greifvögel in den meist strukturarmen landwirtschaftlich genutzten Landschaften durch zahlreiche Sitzstangen unterstützen.

Also ich habe schon natürlich schon unterschrieben. Die Petition läuft noch bis Ende Oktober. Hier könnt Ihr sie unterzeichnen.

Danke!

Eure Carla

 

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