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Lisa Mair

Kein Patent auf mein Bier!

07. Juni, 17 bis 20 Uhr, Weltacker Berlin

Bierpatent

Kommt am 7. Juni auf den Weltacker auf der IGA (zur Anfahrt) und erfahrt, was ihr tun könnt, um der Patentgier der Braugiganten entgegenzuwirken! Neben spannenden Infos zur Aktion „Kein Patent auf mein Bier!“ gibt es natürlich auch kühles Bier (gegen Spende) – von einer bayerischen Privatbrauerei. Außerdem bieten wir eine Ackerführung an, denn auch auf unserem 2000 m² großen Weltacker wird von unserem Bio-Gärtner Gerd Carlsson Gerste angebaut.

Keine IGA-Karte? Dann unbedingt vorher anmelden: info@bantam-mais.de. Wir haben Freikarten für euch!

Und hier gehts zur Facebook-Veranstaltung….

Braugiganten auf dem Weg zum Monopol

Die Braugiganten Heineken und Carlsberg haben sich vergangenes Jahr drei Patente auf Gerste gesichert, die sich besonders gut für das Bierbrauen eignen soll. Dabei wird nicht nur die Pflanze selbst patentiert: Wenn die Braukonzerne ein Patent erhalten, sichern sie sich das Recht auf die Ernte, den Prozess des Bierbrauens und allen daraus produzierten Getränken. Die Patente umfassen alle Gersten mit den patentierten Eigenschaften – auch wenn diese durch koventionelle Methoden gezüchtet wurden.

Heineken und Carlsberg behindern Innovation

Mit der Patentierung wird es unmöglich für andere Brauereien, weiter ihre eigene Gerste zu züchten. Das ist jedoch wichtig, um das Saatgut laufend an klimatische Änderungen und neue Schädlinge und Krankheiten anzupassen. So werden Züchterinnen und Züchter sowie Brauereien daran gehindert innovativ zu sein und der Wettbewerb geht zurück. Im Gegenzug steigt die Abhängigkeit der kleinen Betriebe von den Großkonzernen. Diese Big Player können ihren Lieferanten dann vorschreiben, was sie anbauen, nämlich nur noch die patentierte Gerste. Hier wird doppelt abgesahnt – am Verkauf des Biers und am Anbau der Gerste!

Und das ist nicht einmal rechtmäßig, denn das europäische Patentrecht verbietet Patente auf Pflanzensorten sowie auf konventionelle Züchtung. Hier wird gegen Verbote agiert und Grauzonen genutzt, um diese zu unterwandern. Um dies zu verhindern, haben sich rund 30 Organisationen, unter anderem auch Save Our Seeds,  zusammengetan, um dagegen Einspruch zu erheben.

Gerste wird bevorzugt für Tierfutter oder für die Bierherstellung genutzt

Kein Patent auf Lebensmittelpflanzen

Jetzt sind die Regierungen Europas gefragt, die eine schärfere Auslegung der bestehenden Verbote forcieren können: Schon in diesem Monat könnte hierzu eine Entscheidung fallen. Wir wollen deshalb auch handeln und mit euch am 7. Juni unsere Möglichkeiten diskutieren und über Patente auf Bier und Gerste informieren. Denn es besteht die Möglichkeit, dass die Verbote wieder nicht wirksam werden und Patent-Monopole auf Lebensmittelpflanzen mittels Schlupflöchern durchgesetzt werden. Jetzt habt ihr noch die Möglichkeit einen Brief an Heiko Maas zu schicken. Bis spätestens 20. Juni muss dieser bei ihm vorliegen, damit er beim Treffen des Verwaltungsrates des Europäischen Patentamts in Den Haag mehr Einfluss auf die Entscheidung nehmen kann.

Weitere Infos zur Aktion findet ihr hier:
no patents on beer
Arche Noah

Gerste auf unserem Weltacker:

  • Getreide
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