Farming for Climate and Health
Die stille Revolution der Kleinbäuerinnen aus Andhra Pradesh
Es klingt zu gut, um wahr zu sein: Kleinbäuerinnen und -bauern überwinden Armut, Hunger und Fehlernährung, befreien sich gemeinsam aus der Schuldenfalle und trotzen mit ihren Innovationen von unten dem Klimawandel.
Andhra Pradesh Community Managed Natural Farming (APCNF) ist die weltweit vielleicht größte agrarökologische Bewegung!
Montag, 23. Februar, 19 Uhr
KulturMarktHalle
Hanns-Eisler-Straße 93, 10409 Berlin

Zwei junge Bäuerinnen, Bobbili Jyothi und Arika Narasamma, präsentieren und diskutieren ihre Erfolgsgeschichte
Mit dabei sind Alexander Müller (TMC, Staatssekretär und Vize-Generalsekretär der FAO a.D.),
Tim Heckmann, APCNF Forschungspartner vom Potsdam Institut für Klimafolgenforschung (PIK),
Swati Renduchintala und Sudhakar Yerrakonda, zuständig für internationalen Austausch und für die Bildungsprogramme beim APCNF Betreiber Rythu Sadhikara Samstha
Moderation: Benny Haerlin von der Zukunftsstiftung Landwirtschaft, die vom 10.2. bis 5.3.26 eine APCNF Europa-Tour organisiert.
Die Veranstaltung ist auf Englisch.
Danach gern noch auf ein Glas Tee oder ein Bier.
Sagt es gerne weiter und bringt Interessierte mit!
Für eine bessere Planung freuen wir uns über eine formlose Anmeldung unter .
Hintergrund

Über eine Million Höfe (zum Vergleich: ganz Deutschland hat noch 250.000) haben in den letzten zehn Jahren in Andhra Pradesh auf die neun Prinzipien von APCNF umgestellt, die stark an hiesige Bioprinzipien erinnern, aber auch darüber hinausgehen. Natural Farming beruht auf Vielfalt im Anbau, Humusaufbau, gezielter Stimulation des Bodenmikrobioms ohne Chemie und Gentechnik und der Solidarität unter den Frauen der beteiligten Gemeinden. Erfolgreich sind sie, weil Einkommen und Ernährungssicherheit sofort steigen und Mensch und Boden gesunden.
In den 1970er Jahren war Andhra Pradesh Kernland des Anbaus von Reis-Hochleistungssorten mit künstlicher Bewässerung und Chemie. Doch die Produktivitätsgewinne dieser „grünen Revolution“ konnten weder Hunger noch Armut, noch die Überschuldung der Kleinbauern überwinden und verursachen immer größere Schäden.
Vor allem hat die „chemische Landwirtschaft“, wie sie dort heißt, kein Rezept gegen die dortigen Folgen des Klimawandels: Extreme Hitze, Dürreperioden, Cyclone und Überschwemmungen.

Die APCNF Bäuerinnen entwickeln dagegen gemeinsam mit Wissenschaftler*innen aus aller Welt Innovationen von unten, die sie direkt in der Praxis testen und optimieren. Neue Saatgutmischungen und biologische Präparate, Drohneneinsatz, Daten- und Wissensmanagement mit Mobiltelefonen finden sich in ihrem Baukasten genauso wie die Einführung einer kompletten, zusätzlichen Anbausaison.
Erfahrt mehr über diese ermutigende und inspirierende Garten- und Feldrevolution aus erster Hand von Bobbili Jyothi und Narasamma Arika, die jeweils einen halben Hektar Land und einen „Anytime Money“ Küchengarten bewirtschaften und an der Deutsch-Indischen Akademie für Agrarökologie ausgebildet wurden. Übrigens: Die UNO hat 2026 zum globalen Jahr der Bäuerinnen erklärt – lasst uns diese Pionierinnen aus Indien also zu Wort kommen und feiern!
Hintergrundinformationen über APCNF und die Europatour
Video von Bobbili Jyothi
Mehr Infos auf Youtube:
Mehr Infos über APCNF allgemein.