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Die Gartenbohne

Bohnenvielfalt

Bohnenvielfalt (Foto: Pixabay)

Die Gartenbohne (Phaseolus vulgaris) gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Sie ist auch bekannt unter dem Namen Grüne Bohne oder österreichisch Fisole und Strankerl. Je nach Wuchsform wird sie auch als Buschbohne oder Stangenbohne bezeichnet. Sie stammt ursprünglich aus Südamerika, wo sie schon vor ca. 6000 v. Chr. kultiviert wurde. Vor allem zur Zeit der mittelamerikanischen Hochkulturen war sie ein Grundnahrungsmittel der armen Bevölkerungsschichten, während die Oberschicht die Mondbohne (Phaseolus lunatus) bevorzugte.

Nach Europa gelangte die Gartenbohne im 16. Jahrhundert. Dort verdrängte sie die bis dahin angebauten Bohnen, die Ackerbohne und die Kuhbohne. Gartenbohnen gehören heute zu den wichtigsten Pflanzenkulturen der kleinbäuerlichen Subsistenzlandwirtschaft in Lateinamerika und Afrika. In den Tropen spielen sie aufgrund ihres hohen Proteingehalts (20 %) eine elementare Rolle für die Grundversorgung der Bevölkerung. Die höchste Produktion von Gartenbohnen haben China, Indonesien, die Türkei, Indien und Thailand, wobei China mit rund 17 Millionen Tonnen ca. 77 % der Weltproduktion ausmacht (22 Millionen Tonnen). Deutschland produziert dagegen „nur“ 47 Tausend Tonnen jährlich (Stand 2014).

Gartenbohnen

Gartenbohnen (Foto: Pixabay)

Die Gartenbohne

Die Gartenbohne ist eine einjährige Pflanze. Stangenbohnen werden zwei bis vier Meter hoch und winden sich von oben betrachtet gegen den Uhrzeigersinn (Linkswinder) an Stützen empor. Die Buschbohne dagegen windet nicht und hat ein begrenztes Wachstum, sie wird nur 30 bis 60 cm hoch. Da die Gartenbohne botanisch zu den Körnerleguminosen zählt, besitzt sie an ihren Wurzeln stickstofffixierende Knöllchenbakterien. Die Pflanze blüht von Juni bis August. Stangen – und Buschbohnen bevorzugen einen warmen, sonnigen Platz. Die Früchte der Gartenbohne werden im Herbst geerntet und haben meist grüne Hülsen von 5 bis 25 cm Länge. Diese enthalten mehrere Samen unterschiedlicher Formen und Farbe. Insgesamt gibt es mehr als 700 verschiedene Bohnensorten. Diese Vielfalt entstand infolge der Züchtung und Domestikation der Bohne in mehreren Tausend Jahren.

getrocknete Gartenbohne

getrocknete Gartenbohne (Foto: Pixabay)

Giftig aber gesund

Alle Bohnen der Gruppe Phaseolus sind roh giftig! Erst durch das Erhitzen wird der giftige Stoff Phasin zersetzt, weshalb Bohnen vor dem Verzehr immer zunächst gekocht werden müssen. Phasinvergiftungen können sich durch Erbrechen, Durchfall sowie Magen- und Darmbeschwerden äußern und im schlimmsten Fall sogar zum Tod führen. Genutzt wird die Gartenbohne auf unterschiedliche Weise. Beispielsweise wird die unreife Hülse in Europa, Nordafrika und dem Vorderen Orient als Gemüse gegessen.

Die reifen, getrockneten Bohnen sind vielerorts ein Grundnahrungsmittel. Nicht zuletzt durch den Grund, dass sie sich leicht und lange lagern lassen. Frische Bohnen lassen sich dagegen nur wenige Tage bei kälteren Temperaturen lagern. Auch in der Medizin können die Bohnen eingesetzt werden. So wirkt ein Tee aus Bohnen-Hülsen blutzuckerspiegelsenkend und auch der Cholesterinspiegel lässt sich durch die Aufnahme von zubereiteten Bohnen senken. Ebenfalls lassen sich rheumatische Erkrankungen sowie Herz-, Haut- und Lebererkrankungen mithilfe der Gartenbohne lindern. Somit ist die Bohne ein richtiges Allrounder-Gemüse in Sachen Gesundheit und Medizin.

Text von Justus Mennerich

Gartenbohne

Gartenbohne (Foto: Pixabay)

Quellen

Wikipedia | die Gartenbohne

Bohnen

Die Gartenbohne

Lebensmittellexikon

FAO

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