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Die Kuhbohne

Bohnen und Gemüse (Pixabay)

Die Kuhbohne (Vigna unguiculata), auch Augenbohne, Kuherbse, Kundebohne und Langbohne, ist die wirtschaftlich wichtigste Spezies der Gattung Vigna. In der Weltliteratur wird sie hauptsächlich cow pea genannt. Ihren Ursprung hat sie vermutlich in Afrika, wo sie seit mindestens 4000 Jahren kultiviert wird.  Aus den Hauptanbaugebieten südlich der Sahara und Indien soll sie Alexander der Große ins Mittelmeergebiet gebracht und verbreitet haben. Nach Amerika kam sie sehr wahrscheinlich mit den Sklaventransporten. Heute wird die Kuhbohne hauptsächlich in Subsahara Afrika, Indien, Brasilien, Australien und den Südstaaten der USA angebaut. Auch in Europa wird sie vereinzelt in Albanien und Ungarn kultiviert. Allerdings entfallen mehr als 95 % der Kuhbohnenproduktion auf den afrikanischen Kontinent. Die zehn wichtigsten Anbauländer liegen allesamt in Subsahara Afrika, alleine die drei größten Produzenten, Nigeria, Niger und Burkina Faso produzieren rund 4,3 Millionen Tonnen Kuhbohnen bei einer weltweiten Produktion von rund 5,6 Millionen Tonnen (2014).

Dass der Großteil der Produktion in Afrika stattfindet, hängt eng mit den pflanzlichen Eigenschaften der Kuhbohne zusammen. Sie erreicht ihr Wachstumsoptimum bei einer durchschnittlichen Temperatur von 20 bis 33° Celsius und kann dadurch sowohl in den Tropen, als auch in den subtropischen Regionen kultiviert werden. Angebaut wird sie zu Beginn der Regenzeit als Reinkultur mit Ausnahme von Afrika. Hier wird sie häufig als Mischkultur mit Mais, Sorghum, Perlhirse oder Cassava kultiviert. Sie ist zudem sehr trockenresistent und kann deshalb auch im Regenfeldbau ohne Bewässerung angebaut werden. Mit ihrer tiefreichenden Pfahlwurzel erreicht sie nämlich auch Wasser aus tieferen Erdschichten. Mit nährstoffarmen Böden kommt die Kuhbohne gut zurecht, da sie als Leguminose über stickstoffbindende Knöllchenbakterien an ihren Wurzeln verfügt. Sie besitzt außerdem die Fähigkeit schneller als alle anderen Bohnenarten zu wachsen. Alles in allem also eine Pflanze die auch unter erschwerten Bedingungen wachsen kann. Einzig und allein mit kühleren Temperaturen, wie bei uns in den gemäßigten Zonen, kommt sie nicht so gut zurecht. Kälte schränkt ihr Wachstum stark ein und Frost überlebt sie nicht. Durch zusätzliche Bewässerung lässt sich der Ertrag deutlich steigern.

Die Verwertung der Kuhbohnen ist je nach Region und Tradition unterschiedlich. So werden etwa die jungen Blätter, Hülsen und Bohnen als Gemüse gegessen. Die reifen Bohnen werden gekocht, gedünstet und in Öl geröstet oder auch zu Mehl verarbeitet. In Indien und Südamerika wird außerdem die grüne Sprosse gegessen. Bei einigen Stämmen in Westafrika wird die Pflanze für medizinische oder spiritistische Zwecke genutzt. Das nicht essbare Laub und Stroh der Pflanze kommt vielerorts als wertvolles eiweißreiches Viehfutter zum Einsatz. Die rankenden und kriechenden Typen der Kuhbohne werden als Gründünger zur Erhaltung der Bodenfruchtbarkeit angebaut.

Die reifen Kuhbohnen enthalten 23-25 % Eiweiß und 50-67 % Stärke. Außerdem besitzt sie B-Vitamine und Folsäure, die wichtig in der Prävention von Fehlgeburten und Missbildungen bei Neugeborenen ist. Seit 1970 wird die Kuhbohne einem umfangreichen Zuchtprogramm zur Ertragssteigerung und Krankheitsresistenz unterzogen. Auch Resistenz gegen Unkräuter spielt bei der gezielten Züchtung eine wichtige Rolle. Durch erfolgreiche Weiterentwicklung der Eigenschaften der eiweißreichen Kuhbohne soll die Eiweißversorgung vor allem der ländlichen afrikanischen Bevölkerung langfristig verbessert werden. Berücksichtigt werden, muss dabei jedoch eine mögliche Abhängigkeit der Kleinbauern von den Saatgutherstellern, die einer langfristig nachhaltigen Entwicklung Subsahara Afrikas im Wege stehen könnte.

Text von Justus Menerich

Quellen :

https://mali4infos.wordpress.com/2013/06/23/deutsch-von-mir-etwas-verbesserte-google-uebersetzung-weiter-unter-dem-original-16160176/

https://de.wikipedia.org/wiki/Augenbohne

http://bibd.uni-giessen.de/gdoc/2000/uni/p000003/kuhbohne.htm

http://www.fao.org/faostat/en/#data/QC/visualize

 

Weiterführende Quellen :

https://www.keenstar.top/gesundheitliche-vorteile-von-black-eyed-peas.html

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