Suche
Suche Menü
Zum News

Bean Club bittet zum Saatgut-Festival

Am Mittwoch, den 2. März lädt der Global Bean Club zu einem internationalen online Saatgut-Festival. Wie und wo tauschen Saatgut-Freundinnen und -Freunde in ganz Europa ihre Bohnen, Linsen, Erbsen und sonstige Leguminosen? Was ist nötig für den eigenen Saatguterhalt? Wer hat den Bean Beauty Contest gewonnen? Und natürlich können Sie auch selber tauschen.

Qual der Wahl auf der Suche nach der richtigen Sorte … Hier gehts zum Global Bean Saatgutfestival.

Der Austausch von Saatgut und von Geschichten darüber gehört vielleicht zu den ältesten Vorfrühlingsritualen seit die Menschheit Landwirtschaft betreibt. Das ist etwas Anderes als das Stöbern in Online- und Offline-Katalogen oder der Einkauf von industriellen F1-Hybriden aus den Aufstellern im Gartencenter. In den letzten Jahren wurde diese Renaissance lokaler Saatgutbörsen und -festivals in ganz Europa durch COVID stark beeinträchtigt. Doch sie sind überwinternde Samen, bereit wieder aufzutauchen, sobald Sonne und Regen es erlauben. Online events sind dafür kein echter Ersatz. Aber Sie können mehr erfahren darüber wie in anderen Regionen Europas getauscht wird und es auch in „broken English“ online versuchen…

The Global Bean Project

Der global bean club ist ein gemeinsames Projekt von über 40 Partner*innen aus 15 Ländern, die sich in den nächsten zwei Jahren viel vorgenommen haben: Schaugärten (unser Weltacker dabei einer unter vielen) , Flugblätter, ein Europäisches Saatgutfestival (am 2. März!) , eine Online Bibliothek, Koch-Shows und einmal im Monat einen Vortrag rund um Bohnen, Linsen, Erbsen und manch andere Schmetterlingsblütler.

Ihr lokaler Anbau hat enorme Vorteile: Auf heimischen Äckern wären sie eine echte Alternative zur Gentech-Soja-Importen aus niedergebrannten Regenwäldern, zunächst als das bessere Tierfutter, aber besser noch als gesündere Alternative zu dem Fleisch, das daraus in den Tierfabriken „hergestellt“ wird. Bei der Gelegenheit düngen sie noch den Boden durch ihre Symbiose mit Knöllchenbakterien und ersetzen so den Klimakiller Kunstdünger. Sie verbessern die Bodenfruchtbarkeit und -vielfalt und fördern auch die Artenvielfalt über Tage. Warum also stehen nicht viel mehr Hülsenfrüchte auf Europas Feldern und in unseren Gärten? Weil sie sich nicht rechnen? Weil wir die köstliche Vielfalt zu kochen verlernt haben?